Du fehlst mir

Ich ändere immer wieder den Sender, wenn sie im Radio unser Lied spielen.

Deine Jacke hängt noch an der Garderobe

ich wünschte, ich könnte sie weg geben.

Auch wenn du längst gegangen bist, bist du noch irgendwie da.

Und jedes Mal, wenn die Liebe sich verabschiedete,

hab ich sie von mir geschüttelt.

Ich schenke mir etwas ein, denn so fühle ich nichts mehr.

Ich werde es los, höre damit auf.

Habe alle deine Nummern gelöscht und hab jeden deiner Anrufe blockiert.

Habe mich an einer anderen Liebe ausprobiert und habe neue Mauern um mich gebaut.

Habe mir selbst eingeredet, dass es vorbei ist. Ich weiß nicht, was ich noch tun kann.

Ich kann dich nicht loswerden.

Ich will dich nicht sehen, doch ich frag mich, wo du bist

und ich frage mich warum ich das Shirt behalten musste,

in dem du nachts geschlafen hast?

Es ist doch schon so lange her.

Obwohl du mich verlassen hast, bist du noch immer da.

Und jedes Mal, wenn die Liebe sich verabschiedete,

hab ich sie von mir geschüttelt….und gelitten

Mein neues Tablet

Wie ja einigen von euch bekannt ist, leidet Sammy ,  wie viele Hunde aus dem Mittelmeerraum,  unter Leishmaniose. Zum Glück hat er nur den Titel und ist stabil,  d. h.  die Krankheit ist nicht ausgebrochen,  aber schlummert.

Da diese Krankheit mittlerweile auch in DE einzugenommen hat,  mache ich mich stark für betroffene Hunde und versuche Aufklärungsarbeit zu leisten.  Denn diese Krankheit ist kein Todesurteil. Es gibt nur einfach zu wenig Tierärzte die sich mit dieser Krankheit auskennen. 

Deshalb habe ich vor einiger Zeit an einer Auktion zugunsten einer LM-Hilfe teilgenommen und ein nagelneues  Tablet ersteigert.

Und es ist echt klasse.  Vor allem im Hinblick darauf,  dass mein Lap die Krätsche gemacht hat und gerade in Reparatur ist.

Ich gebe offen zu,  dass ich verliebt bin :o)

 

 

 

 

 

 

Tagebuch 22.02.17

Liebes Tagebuch,

heute Mittag hatten Frauchen und ich ein gemeinsames Badeerlebnis. Das war toll. Aber ich erzähle es Dir mal in Einzelheiten.

Also, wir waren unterwegs und kamen an den See.

Normalerweise interessiert mich der See nicht besonders..aber alles drum herum.

Also liefen wir um den See und Frauchen warf meinen Ball.

Ich holte ihn und bekam und Leckerchen. Sie warf, ich holte usw.

Es war so schön.

Plötzlich sah ich ein Tier auf dem See…haha..eine Ente und sie quakte mich an.

Ich überlegte kurz, aber Frauchen sagte: Nein

Dann wollte ich gerade weitergehen und die Ente quakte mich wieder an.

Also holte ich Anlauf und sprang in den See.

Im Springen hörte ich noch Frauchens: Nein

Aber es war ja zu spät.

Ich paddelte und paddelte, aber ich konnte sie nicht erreichen. Sie einfach schneller als ich.

Dann kehrte ich um und schwamm zu Frauchen zurück.

Als ich am Ufer ankam, kam ich aber nicht hoch…es war einfach nichts wo ich mich abstützen konnte.

Also paddelte ich und paddelte und Frauchen versuchte mir zu helfen.

Und dann geschah es.

Frauchen versuchte mich zu packen und ich rutschte ab.

Sie konnte sich auch nicht halten und fiel in den See.

Ich fand es lustig und paddelte wild vor ihr her…aber sie fand es wohl nicht so lustig…obwohl sie stehen konnte.

Also hob sie mich hoch und ich konnte mich ans Ufer retten.

Dann kam Frauchen…sie war nass…nasser als ich…sie triefte…sie frierte.

Unser Heimweg ging dann ganz schnell….

Tagebuch 03.02.17

Liebes Tagebuch,

Frauchen hat heute Abend gesagt, dass sie stolz auf mich ist und das ich ein Held wäre.

Jetzt frage ich mich nur was ein Held ist…aber es muss was Gutes sein, denn sie hat mir vorhin noch ein Stück meiner Lieblingswurst gegeben und sie sagte wieder: Du bist mein Held.

Ich glaube das es damit zusammen hängt, dass wir heute Abend spazieren waren und so ein komischer Mann auf uns zu kam…er lief auch ganz komisch…

Und dann sprach er Frauchen an und wollte uns nicht vorbei lassen.

Ich spürte, dass etwas nicht stimmt und habe mich dann einfach zwischen den Mann und Frauchen gestellt.

Dann hob er den Arm und wollte sie irgendwie anrempeln.

Aber nicht mit mir.

Ich habe ihn angeknurrt und mich vor Frauchen aufgebaut.

Aber das schien ihn nicht zu beeindrucken und ich spürte, dass Frauchen beunruhigt war.

Dann sagte er noch etwas das ich nicht verstand..so etwas wie „Dreckshund“

Ich sah Frauchen an und obwohl sie versuchte ruhig zu bleiben und langsam auf den Mann einredete spürte ich doch, dass es nicht gut war was er da machte.

Ich zog die Lefzen hoch und knurrte ihn warnend an.

Dann ging er noch einen Schritt auf uns zu und ich holte alles aus mir raus und warnte ihn.

Und ganz ehrlich…ich war kurz davor….

Daraufhin ging er 3 Schritte zurück, entschuldigte sich bei Frauchen und ging weiter.

Frauchen umarmte mich und sagte, dass ich ihr Held wäre…mmmm…ich verstehe immer noch nicht…ist doch normal dass ich sie beschütze…meinem Frauchen darf doch keiner was tun.

Aber die Wurst war lecker.

Ich bin auch nur ein Mensch…

engel-traurig

Vielleicht bin ich töricht…

Vielleicht bin ich dumm…

zu denken ich könnte dies durchblicken

und erkennen was dahinter steckt

Ich kann es nicht beweisen..

also lüge ich vielleicht

Aber ich bin schließlich auch nur ein Mensch,… 

Mach mich nicht dafür verantwortlich

Wirf einen Blick in den Spiegel

Und was siehst du da?

Siehst du es klarer?

Oder lässt du dich von dem täuschen was du glaubst?

Manche Leute haben die echten Probleme..

Manche Leute haben kein Glück…

Manche Leute denken ich könnte sie lösen

Heiliger Herr im Himmel…

ich bin schließlich auch nur ein Mensch

Gib mir nicht die Schuld

Frag mich nicht nach meiner Meinung…

sonst müsste ich lügen…

und Dich dann um Vergebung bitten,

dass ich Dich zum Weinen gebracht habe,

Denn ich bin schließlich auch nur ein Mensch..

Ich bin schließlich auch nur ein Mensch

Mach mich nicht immer verantwortlich…

Gib mir nicht immer die Schuld

Ich bin nur ein Mensch..

Ich mache Fehler..

Aber manchmal genügt das schon

um mir die Schuld zuzuschreiben

Gib mir nicht die Schuld

Ich bin doch kein Prophet oder Messias!

Da müsstest du irgendwo höher suchen gehen!

Ich bin nur ein Mensch 

Und ich tue, was ich kann

Gib mir nicht die Schuld
Mach mich nicht verantwortlich

Sammy Tagebuch, 27.01.17

 

Liebes Tagebuch,

ich hätte nie gedacht, dass das Leben soooooooooo schön sein kann. Ich habe ein zuhause, muss nicht mehr überlegen wo ich die Nacht schlafen kann, bekomme immer etwas zu fressen und habe zwei tolle Menschen die mich lieben.

Und weißt Du was noch toll ist? Schnee! Wow, was bin ich schon durch den Schnee getobt.

Dann hat Frauchen eine Schneeballschlacht mit mir gemacht. Hatten wir Spaß. Sie hat geworfen und ich bin hinterher gejagt und immer wenn ich in ihrer Nähe war und sie mit nichts Bösem rechnete, habe ich mich umgedreht und so lange im Schnee gescharrt bis sie total weiß war und weglief. Dann jagten wir uns gegenseitig. Ach ja, das Leben ist doch echt schön.

P-Daddy war mal wieder 4 Wochen hier und ich habe das sehr genossen. Wir gehen immer lange spazieren und er lässt mich immer überall schnuppern und wir haben so viel Spaß. Und maaaaaannn kann der kraulen….

Leider ist er jetzt wieder weggefahren, aber Frauchen sagte mir, dass es nicht für lange ist und wir bald umziehen und dann nicht mehr getrennt sind.

Es hat mich ein bisschen getröstet, aber ich vermisse ihn schon sehr und immer wenn ein Auto vor unserem Haus parkt, gehe ich schauen ob es nicht mein P-Daddy ist.

Naja, aber ich habe ja Frauchen und sie verlässt mich nicht…hat sie mir versprochen und das glaube ich ihr auch. Und bald haben wir uns ja wieder.

Aber manchmal höre ich sie nachts weinen und dann schleiche ich ins Schlafzimmer und klettere unter ihre Decke und kuschel mich an sie. Und dann geht es ihr besser.

Aber vor einigen Wochen ist sie mit mir zu ihrem Arzt gelaufen. Den kann ich total gut leiden, denn er will nie was von mir sondern untersucht immer Frauchen. Das finde ich sehr interessant und beobachte genau, dass er ihr auch nicht weh tut.

Dann haben sie noch länger gesprochen und als wir nachhause gelaufen sind war Frauchen sehr schweigsam. Ich versuchte sie aufzumuntern und schmiss Schnee nach ihr…dann tänzelte ich vor ihr her…aber sie reagierte nicht. Irgendwie war sie traurig.

Später in der Nacht hörte ich sie wieder weinen und rannte sofort zu ihr und kuschelte mich an sie.

Ich sah sie an und hoffte, dass sie meinen Blick versteht. Ich wusste nicht was los ist und warum sie so traurig ist.

Frauchen nahm mich in den Arm und sagte nur: Mach Dir keine Sorgen. Ich habe nur einen schlechten Test gehabt und ich dachte, ich hätte ihn besiegt.

Ich setzte mich hoch und zeigte ihr, dass egal was oder wer mein Frauchen angreift ich da bin und sie beschütze.

Sie drückte mich und dann schliefen wir ein.

Aber seitdem beobachte ich sie und immer wenn sie traurig ist, komme ich zu ihr und stoße sie an oder schmuse mit ihr oder mache irgendwas damit sie lachen muss.

Aber sie hat ja gesagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll und deshalb bin ich einfach nur da. Denn das Leben ist so schön und morgen gehen wir wieder in den Wald….der Schnee wartet!!! Und wehe Frauchen fängt wieder eine Schneeballschlacht an…dann kann sie sich warm anziehen *g*

Sammy Tagebuch 22.12.16

Liebes Tagebuch,

leider konnte ich schon einige Zeit nichts eintragen weil es meinem Frauchen nicht so gut ging und ich brauche sie ja zum tippen.

Aber zum Glück ist sie soweit über den Berg und nun kann sie endlich alle meine Gedanken abtippen.

Ich versuche mal eine Zusammenfassung.

Mir geht es immer noch gut und ich fühle mich mittlerweile wie zuhause. Ich habe zu Nikolaus ein neues Körbchen bekommen und das ist soooooooo toll. Das gehört nur mir, keiner da der es mir wegnimmt oder streitig macht. Das ist ein ganz neues Gefühl für mich.

Irgendwie ist alles sehr neu für mich…Ich bin jetzt schon einige Zeit bei Frauchen und niemand kommt und holt mich weg. Langsam glaube ich, dass ich hier bleiben kann…sonst hätten sie mir nicht dieses Körbchen gegeben..oder?

Frauchen und ich trainieren immer noch so komische Sachen wie zum Beispiel, dass ich mich nicht so aufregen soll wenn ich andere Hunde treffe. Ich versteh gar nicht was daran falsch ist und warum die anderen Hunde immer so komisch reagieren. Aber Frauchen meinte ich müsste ruhiger werden…verstehe ich nicht…bin doch ruhig..naja..

Sie war sogar mit mir bei einer Trainerin, aber da haben wir nur geübt 10 Minuten lang auf einen Hund zuzugehen und wenn ich mich freue wieder abzudrehen. Irgendwann war mir das zu doof und ich habe mich gelangweilt. Und dann meinte die Trainerin zu Frauchen, dass das Training fruchtet..Aber Frauchen sah das nicht so.

Ich weiss auch gar nicht was sie von mir wollten…ok, wenn ich 10 x auf einen Hund zugehe und es mir dann verboten wird verliere ich natürlich die Lust..aber deshalb versuche ich es natürlich bei dem nächsten. Ich glaube, dass Frauchen verstanden hat, dass ich nur so ein Theater mache weil man mir es früher verboten hat mit anderen Hunden zu spielen. Und wenn ich aber zu ihnen darf bin ich total entspannt. Das konnte ich Frauchen beweisen als ich Joy getroffen habe. Ich dufte sie begrüßen und sie mich. Wir spielten..jagten uns gegenseitig und ok, ich musste sie manchmal zur Ordnung aufrufen…Welpen halt… Aber es war total schön und ich war noch nie so ausgelassen wie da.

Aber als Frauchen das der Trainerin erzählte sagte diese nur, dass das nicht gut war und wir weiterhin daran arbeiten müssten mir zu verbieten zu anderen Hunden zu gehen. Ich sah es an Frauchens Gesicht, dass ihr das nicht gefielt, aber sie es dennoch versuchte.

Aber dann passierte etwas…Frauchen trainierte mit mir – genauso wie die Trainerin meinte – und dann sagte die Trainerin, dass Frauchen aufhören soll mit mir zu reden. Und Frauchen fragte warum und die Trainerin meinte, dass ich das eh nicht verstehen würde. Und obwohl Frauchen ihr erklärte, dass ich schon verschiedene Sachen verstehen würde, bestand die Trainerin darauf, dass sie nicht mit mir reden sollte.

Als wir auf dem Heimweg waren fühlte ich, dass etwas in Frauchen kochte…

Seitdem habe ich die Trainerin nicht mehr gesehen und Frauchen trainiert mit mir so wie sie denkt..und zum Glück redet sie auch immer noch mit mir. Bin ich froh…denn ich höre ihr so gerne zu und ich verstehe ja auch viel von dem was sie sagt: Ich weiss was, „Sitz, Platz, Fuß, bleib und nein heißt“ und kenne „komm“

Und das beste Wort was ich verstehe ist „kuscheln“. Dann darf ich mich in Frauchens Arm werfen und sie grault mich.

Lasse reden….

 

Ich wohne jetzt ca. 10 Jahre in diesem Dorf. Verhalte mich unauffällig, bin zu jedem freundlich und hebe die Haufen meines Hundes auf. Ich nehme sogar regelmäßig Pakete für die Nachbarn an.

Gerade war ich mit Sammy draußen als mir eine Nachbarin begegnete. Ich grüßte sie freundlich und sie gab etwas von sich was ungefähr so klang: pfff rrmmmm

Ich blieb stehen und sagte: „Entschuldigung, was haben sie gesagt?“

Sie erwiderte: „Das haben sie schon verstanden“ Und dabei musterte sie mich von Kopf bis Fuß.

(Kurze Erklärung…ich bin gerade dabei mein Atelier in ein Gästezimmer umzuwandeln und habe mir nur kurz was übergeworfen. Also ich trug Strumpfhosen und eine abgeschnittene Latzhose…also nichts Verwerfliches.)

Dann ging sie weiter.

Ich drehte mich um und erwiderte: „Nein, sonst hätte ich nicht gefragt.“

Sie schaute mich an und meinte…“Ihr Hund kackt überall hin und sie kümmern sich nicht darum. Aber was soll man denn von einer wie Ihnen erwarten.“

Mit etwas lauterer Stimme sagte ich: „Einer wie mir? Obwohl mich das jetzt nur peripher tangiert, möchte ich doch mal wissen was sie meinen.“

Da sie mich so ansah als hätte sie nicht verstanden was ich sagte, erklärte ich mich: „Oh Entschuldigung, ich übersetzte ihnen das in der Sprache die sie verstehen: peripher tangiert bedeutet, dass es mir am Arsch vorbei geht.

Also um nochmal darauf zurück zu kommen…Einer wie mir? „

Sie schaute mich etwas verwirrt an…ich denke, dass sie nicht damit gerechnet hat dass ich da nachhake.

Sie sagte: „Naja, wir wissen ja wie sie ihr Geld verdienen…um diese große Wohnung zu bezahlen. Man muss sie ja nur ansehen. Und jetzt haben sie noch diesen schwarzen Hund…das ist bestimmt ein Kampfhund. Naja, man weiß ja was man von Leuten wie ihnen halten kann.“

Ganz ehrlich? In diesem Moment ging mir ein Messer in der Tasche auf und ich überlegte ob ich es hinbekomme, dass es wie ein Unfall aussieht…

Ich sammelte mich kurz, schaute sie an und sagte: „Wissen Sie, ich hatte vor einigen Tagen schon mal ein Gespräch dieser Art, aber ich dachte dass es sich hierbei um die Meinung einer einzelnen Person drehte. Weil es mir widerstrebt zu denken, dass noch mehr Leute den IQ eines Badewannenstöpsels haben. Aber da habe ich mich wohl geirrt.“

Sie sagte: „Einen was?“

Ich sagte: „Ich erkläre es Ihnen so damit sie es verstehen. Was ein IQ ist wissen sie sicherlich. Also ich würde sagen, dass ihr IQ bei 3 liegt und bei 4 fängt Brot an zu sprechen.

Und noch etwas. Sie gehen doch regelmäßig zum Gottesdienst. Vielleicht sollten sie mal um Erleuchtung bitten, damit sie Menschen wie mich besser einschätzen können.“

Sie holte Luft doch ich sagte: „Ich bin noch nicht fertig. Was auch immer sie denken sollten sie nochmal überdenken. Ich wohne schon so lange hier, bin unauffällig, grüße immer und nehme u.a. Pakete für jeden an. Nachdem was sie gerade gesagt haben kann ich mir das sparen. Ich danke Ihnen. Jetzt kann ich endlich die Musik aufdrehen wie ich will, meinen Hund überall hinmachen lassen und mich den Nachbarn gegenüber benehmen wie eine offene Hose. Danke dass Sie mir gezeigt haben, dass es egal ist wie ich mich benehme, dass macht die Sache hier echt einfacher.“

Und dann ließ ich sie stehen und ging mit Sammy weiter.

Natürlich werde ich an meinem Verhalten nichts ändern, nicht wegen den Nachbarn sondern weil es sich so gehört. Egal was sie alle denken. Ich lasse mir nicht vorschreiben wie ich zu leben habe..allerdings könnte es sein, dass ich an Silvester z.B. etwas Musik mache..egal wie spät es ist.

Aber es hat mich schon traurig gemacht, dass man so über mich denkt….

Ach so..und für die die es noch nicht wissen….das ist der gefährliche Kampfhund…

entspannt

Die Weihnachtszeit

Weihnachten naht, das Fest der Feste –
das Fest der Kinder – das Fest der Gäste .
Da geht es vorher hektisch zu…
von früh bis Abend keine Ruh.
Vor Hetzen, Kaufen, Proben, Messen
hat man auch leicht mal was vergessen!

So ging’s mir, keine Ahnung habend –
vor ein paar Jahren – Heiligabend!
Der zudem noch ein Sonntag war,
ich saß noch bei der Kinderschar,
da sprach mein Mann „Gib Gas und nicht drücken,
wir haben heut noch den Baum zu schmücken!“

Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
hab kurz darauf ich schon geschwitzt.
Den Baum gestutzt – gebohrt – gesägt –
und in den Ständer eingelegt.
Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
Krippenfiguren mit Laterne.
Zum Schluss…, ja Himmeldonnerwetta…,
nirgends fand ich das Lametta!

Es ward meinem Mann ganz heiß
und stotternd sprach er: „Ja, ich weiß,
im letzten Jahr war’s arg zerschlissen,
darum haben wir’s weggeschmissen.
Und in dem Trubel dieser Tage
bei meiner Arbeit, Müh und Plage
vergaß ich Neues zu besorgen –
ich werd was von den Nachbarn borgen!

Die Nachbarn links, rechts drunter, drüber,
die hatten kein Lametta über!
Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden sind ja auch geschlossen.

Da gab es Theater und von den Kindern Tränen
und ich gab nach den Schmerzfontänen.
„Hört endlich auf mit dem Gezeta…
ihr kriegt ‘nen Baum mit viel Lametta!“
Zwar konnt ich noch nicht ganz begreifen,
woher ich nehm’ die Silberstreifen.

Als ich suchte dann mein Messa –
las ich: „Hengstenberg Mildessa“
Es war die Sauerkrautkonserve,
ich kombinier mit Messerschärfe.
Hier liegt die Lösung eingebettet,
das Weihnachtsfest, es ist gerettet!

Schnell ward der Deckel aufgedreht,
das Kraut gepresst, so gut es geht!
Zum Trocknen einzeln aufgehängt
und dann gefönt, doch nicht versengt.
Die trocknen Streifen, stark verblichen
mit Silberbronze angestrichen,
auf beiden Seiten Silberkleid,
oh freue Dich Du Christenheit!

Der Christbaum ward einmalig schön,
wie selten man ihn hat gesehen.
Zwar roch’s süßsauer zur Bescherung,
geruchlich gab’s ne Überquerung,
weil mit Benzin ich wusch die Hände,
mit Nitro reinigte die Wände.

Dazu noch Räucherkerz‘ und Myrthe,
der Duft die Menge leicht verwirrte.
Und jedermann sprach, still verwundert:
So ist’s im technischen Jahrhundert!

Ne Woche drauf… ich saß gemütlich
im Sessel, las die Zeitung friedlich,
den Bauch voll Feiertagerester,
‘s war wieder Sonntag und Sylvester.

Da sprach mein Mann: „Du denkst noch dran und weisst Bescheid,
es kommen heut zur Abendszeit,
Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
zu unserer Sylvesterfeier.
Wir werden leben wie die Fürsten,
‘s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten.“

Ein Stöhnen ertönt! Entsetzt er schaut!
Am Christbaum hängt mein Sauerkraut!
Vergessen neues zu besorgen,
aber ich werd was von den Nachbarn borgen!
Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber
die hatten leider keines über!

Da schauten wir uns an verdrossen,
die Läden waren auch geschlossen.
Und so ward wieder ich zum Retter,
nahm ab vom Baum ich das Lametta.
Mit Terpentin und viel Bedacht
hab ich das Silber abgemacht.

Das Kraut dann gründlich durch gewässert,
mit reichlich Essig noch verbessert.
Hinzu noch Nelken, Pfeffer, Salz
und Curry, Ingwer, Gänseschmalz.
Dann als das Ganze sich erhitzte –
das Kraut, das funkelte und blitzte
da konnt ich nur nach oben flehn:
„Lass diesen Kelch vorübergehen!“

Als später dann das Kraut serviert
ist auch noch folgendes passiert:

Da eine Dame musste niesen,
sah man aus ihrer Nase sprießen
tausend kleine Silbersterne.
„Mach’s noch mal, denn wir sehn das gerne“
so rief man ringsum hocherfreut,
die Dame wusste nicht Bescheid.

Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir
„Es hat mir gut gefallen hier,
doch wär die Wohnung noch viel netter,
hättest Du am Weihnachtsbaum Lametta.“

Ich konnt‘ da gequält nur lächeln
und mir noch frische Luft zu fächeln.
Ich sprach und klopfte ihm aufs Jäckchen
im nächsten Jahr kauf’ ich 100 Päckchen!!