Mützen aus Hundefell mitten in Berlin? – Sat. 1 Früstücksfernsehen

Da sitze ich heute Morgen so beim Frühstück und schalte mir das Sat.1 Frühstücksfernsehen ein…und lande direkt in diesem Bericht.

„Ein widerlichter Verdacht: Werden im Regierungsviertel in Berlin Mützen aus Hundefell verkauft?“

http://www.mediastream.de/stream/muetzen-aus-hundefell-mitten-in-berlin/

Artikel aus der BZ:

Alexanderplatz, Montagmittag. Neben dem Brunnen der Völkerfreundschaft bietet ein Händler an einem mobilen Stand Uniformhüte, Gasmasken und Pelzmützen an. „Das ist Wolfsfell“, sagt der Verkäufer. Als ich, der B.Z.-Reporter, zögere, sagt er: „Ich habe auch welche aus Hundefell.“ Ich kaufe eine vom Hund. Für Männer. Mit Ohrenklappen. „Auch was für Ihre Frau?“, fragt er. Ich kaufe noch eine weichere, runde für 25 Euro dazu.

Das dünne Fell erinnert an Schäferhund. Ich bringe die Mützen zu Tim Giesecke (53). Der Gutachter der Berliner Kürschner-Innung nimmt die Mütze in die Hand, reibt an den Haaren. Dann sagt er: „Kein Wolf, kein Waschbär, kein Fuchs. Wildtiere haben viel mehr Unterwolle.“ Er ist sich sicher, dass es sich um Hundefell handelt. Giesecke weiß: „Es gibt in China Menschen, die Hunde essen und dann sind die Felle halt über.“

Die Mütze mit Ohrenklappen kostete 40 Euro. Wir kauften noch eine weitere für 25 Euro dazu (Foto: Michael Huebner)
Die Mütze mit Ohrenklappen kostete 40 Euro. Wir kauften noch eine weitere für 25 Euro dazu (Foto: Michael Huebner)

Ihn erinnere die Mütze stark an Mäntel, die vor 25 Jahren in einer deutschen Kaufhauskette verkauft worden seien – auch Hundefell. „Die nannten das damals ‚Gaewolf‘“, sagt er. „Gae“ ist die koreanische Bezeichnung für Hund.

Auch Tierschützer Stefan Klippstein (31) schaute sich beim Fellmützen-Händler um, erstattete anschließend Anzeige beim Veterinär-Amt Mitte. Die Tierschutzorganisation Peta kritisiert, dass in der Hauptstadt immer wieder illegal Hundepelze verkauft werden. Obwohl seit 2009 ein europaweites Import- und Handelsverbot von sogenannten Haustierfellen gelte, würden diese trotzdem über die Grenzen geschmuggelt.

Allein in China sollen jedes Jahr bis zu 70 Millionen Hunde getötet werden. Peta-Experte Edmund Haferbeck (56): „Die Tiere leben in winzigen Käfigen. Oft werden die Hunde mit einem Schlag auf den Kopf betäubt und dann bei lebendigem Leib gehäutet, damit das Fell hochwertiger ist.“

„Auch was für Ihre Frau?“ Diese Mütze kostete 25 Euro (Foto: Michael Huebner)
„Auch was für Ihre Frau?“ Diese Mütze kostete 25 Euro (Foto: Michael Huebner)

Alexander J. Herrmann (39), tierschutzpolitischer Sprecher der CDU, ist schockiert: „Im Interesse des Tierschutzes und als deutliches Signal an solche skrupellosen Händler muss das Ordnungsamt in Mitte jetzt schnell handeln“, sagt er. „Der Verkauf solcher Fellmützen muss sofort gestoppt werden.“

Und tatsächlich: Am Dienstag, einen Tag nach unserem Test-Kauf, nahm die Polizei im Auftrag des Ordnungsamtes den Hundefell-Händler am Alex hoch, beschlagnahmte die Ware. Gegen ihn wird jetzt wegen des Verstoßes gegen das Import- und Handelsverbot ermittelt. Ihm droht eine Geldstrafe.

Quelle: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/trotz-import-verborts-hier-wird-eine-muetze-aus-hundefell-verkauft

…Das mit dem Frühstück hatte sich schlagartig erledigt und ich bin immer noch fassungslos… 

…ich musste während des Beitrages ständig mit den Tränen kämpfen..

Da frage ich mich wirklich in was für einer Welt wir leben…

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10 Gedanken zu “Mützen aus Hundefell mitten in Berlin? – Sat. 1 Früstücksfernsehen

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