Die Nacht

Heimliche Welt,
die sich so gerne zu mir gesellt

Wenn das Abendrot niedergesunken,
keine freudige Farbe mehr spricht,
und die Kränze still leuchtender Funken
die Nacht um die schattichte Stirne flicht:

Wehet der Sterne
Heiliger Sinn
leis durch die Ferne
bis zu mir hin.

Wenn des Mondes still lindernde Tränen
lösen die Nächte verborgenes Weh;
dann wehet Friede.
In goldenen Kähnen schiffen die Geister im himmlischen See.

Glänzende Lieder
klingender Lauf
ringelt sich nieder,
wallet hinauf.

Wenn der Mitternacht heiliges Grauen
bang durch die dunklen Wälder hin schleicht
und die Büsche gar wundersam schauen,
alles sich finster, tiefsinnig bezeugt

Wandelt im Dunkeln
freundliches Spiel,
still Lichter funkeln,
schimmerndes Ziel,

Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,
bietet sich tröstend und trauernd die Hand,
sind durch die Nächte die Lichter gewunden,
alles ist ewig im Innern verwandt.

Sprich aus der Ferne,
heimliche Welt,
die sich so gerne
zu mir gesellt.

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10 Gedanken zu “Die Nacht

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